Isabelle Adjani

27.06.1955
Paris



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Isabelle Adjani ist eine französisch Schauspielerin. Adjanis Filmkarriere begann mit der 1969 produzierten und 1970 veröffentlichten Kinderkomödie Le petit Bougnat von Bernard Toublanc-Michel, aber erst durch François Truffauts Die Geschichte der Adele H., in dem sie die Tochter Victor Hugos spielt, markiert den Durchbruch als Filmschauspielerin. Für die Rolle der Adèle errang sie in den USA den Darstellerpreis der National Board of Review und erhielt ihre ersten César- und Oscar-Nominierungen, Zum damaligen Zeitpunkt war sie die jüngste Schauspielerin, die für den Oscar in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin nominiert wurde, bis heute bleibt sie nach der Neuseeländerin Keisha Castle-Hughes die zweitjüngste.  Durch Die Geschichte der Adèle H. einem internationalen Publikum bekannt geworden, arbeitete Adjani mit einer Reihe der renommiertesten Filmregisseure des europäischen Films zusammen: Zunächst spielte sie unter Roman Polanski im Thriller Der Mieter (1976) die Rolle einer Frau, die die geistig verwirrte Hauptfigur des Films (gespielt von Polanski selbst) stabilisiert. Die Rolle flamboyanter, am Rande des Wahnsinns stehender Frauen, die Adjani in beiden Filmen darstellt, werden ihre Paraderollen. Adjani selbst führte schon damals ihre Affinität zu diesen Rollen auf ihre eigenen Charaktereigenschaften, insbesondere der Stärke ihres Temperaments zurück.  Der zweiten César-Nominierung für die Rolle der Laure in André Téchinés Politthriller Barocco folgte die erste Hollywood-Rolle im Thriller Driver (1978) an der Seite Ryan O'Neals. Doch Adjani kehrte in den folgenden Jahren wieder zum europäischen Kino zu zurück. 1979 drehte sie erstmals in Deutschland unter der Regie von Werner Herzog und mit Klaus Kinski als Gegenpart Bram Stokers Klassiker Nosferatu – Phantom der Nacht, bevor sie abermals unter Téchinés Anleitung eine semi-fiktive Geschichte, in diesem Fall die der Schwestern Brontë, in der Rolle der mittleren Schwester Emily Brontë auf die Leinwand brachte. Im Laufe dieses Films lernte sie Bruno Nuytten, Kameramann und Vater ihres ersten Kindes kennen. Der Film vertrat Frankreich auf dem Filmfestspielen von Cannes 1979.  Nach Adjanis erster Babypause verlief ihre Karriere zunächst recht schleppend. Eine Reihe ihrer Filme wurden nur von einem kleinen Publikum gesehen, aber Possession brachte ihr 1981 den ersten César für die beste weibliche Hauptrolle ein. Ein Jahr zuvor hatte sie bereits auf den Filmfestspielen von Cannes den Darstellerpreis erhalten und sich unter anderem gegen so renommierte Schauspielkolleginnen wie Anouk Aimée (Die Tragödie eines lächerlichen Mannes), Nicole Garcia (Ein jeglicher wird seinen Lohn empfangen) und Isabelle Huppert (Heaven's Gate) durchgesetzt. Daraufhin stieg Adjani zu einer der bekanntesten Schauspielerinnen Europas auf. 1982 drehte sie ihre beiden in Europa bestbekannten Filme, Claude Millers Das Auge und Jean Beckers Ein mörderischer Sommer, für den sie ihren zweiten César als beste Hauptdarstellerin erhielt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte sich ihr Image von der Komödiantin zur femme fatale gewandelt.  Auf dem zweiten Höhepunkt ihrer Karriere pausierte Adjani abermals für zwei Jahre, bevor sie in Luc Bessons Subway (1985) an der Seite von Christopher Lambert erschien. Trotz Bessons späterem Ruhms erhielt der Film nur lauwarme Kritiken, wobei Adjanis Schauspielleistung zumeist von der Kritik ausgenommen wurde, die mit ihrer fünften César-Nominierung honoriert wurde. Auch ihr nächster Film, Agnès Vardas T'as de beaux escaliers tu sais, wurde ein Flop. Doch ihre Liaison mit Bruno Nuytten, dem Vater ihres erstes Kindes, produzierte 1988 den zweiten großen Höhepunkt ihrer Karriere, abermals ein semi-authentisches Drama, in dem sie an der Seite Gérard Depardieus Camille Claudel, die unglückliche Geliebte Auguste Rodins, im gleichnamigen Film spielte. Nach Ein mörderischer Sommer ist dies der zweite Film, in dem Adjani eine Frau verkörpert, die ultimativ in eine psychische Heilanstalt eingeliefert wird. Abermals erhielt sie für diese Rolle einen César sowie eine Oscar-Nominierung, zusätzlich auch noch einen Silbernen Bären. 1990 erhielt sie gar zusammen mit Depardieu den 'Super César' für die beiden "Schauspieler der Dekade", was akademische Beobachter dazu verleitet hat, sie zu diesem Zeitpunkt an die Spitze der Hierarchie der französischen "Star-Aristokratie" zu sehen.  Trotz einer vierjährigen Leinwandpause und des kommerziellen Misserfolgs des ersten auf die Pause folgenden Films, Toxic Affair (1993), konnte Adjanis Karriere in der Folge nicht stoppen. Für ihren Auftritt als Titelheldin in Patrice Chéreaus Historiendrama Die Bartholomäusnacht (1994) erhielt die in ihrer Rolle als "zeitlos" gepriesene Schönheit ihren vierten und bislang letzten César. Zwei Jahre später kehrte sie in der Neuverfilmung von Henri-Georges Clouzots Die Teuflischen, Jeremiah S. Chechiks Diabolisch (1996) neben Sharon Stone nach Hollywood zurück, der jedoch nicht an den Erfolg des Originals heranreichen konnte. Erst sechs Jahre später war Adjani mit der Hauptrolle in Laetitia Massons La Repentie (2002) wieder in einem Film vertreten, konnte aber weder mit dem Krimidrama noch kleiner angelegten Rollen in Jean-Paul Rappeneaus Spionagefilm Bon voyage oder der von der Kritik gelobten Literaturverfilmung Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran (beide 2003) an frühere Erfolge anknüpfen.

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Isabelle Adjani saugt an der Brustwarze von Maria Machado in "Ein mörderischer Sommer" (1983)
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