Ali MacGraw

01.04.1939



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Ali MacGraw ist eine US-Schauspielerin. Sie entstammt einer wohlhabenden Familie; ihr Vater war Besitzer einer Kette von Tankstellen, ihre Mutter Künstlerin. Bereits 1957 war sie zur schönsten Hotelkellnerin der Saison in Atlantic City gewählt, wo sie während ihrer College-Zeit jobbte. Sie studierte Kunstgeschichte und Literatur am Wellesley College und arbeitete ab 1960 als Foto-Assistentin bei der Modezeitschrift Harper's Bazaar, aber auch als Stylistin und Innenarchitektin. Schließlich wurde sie selber als Fotomodell entdeckt und kam 1968 zum Film: Gleich in ihrem ersten Streifen Der schnellste Weg zum Jenseits (A Lovely Way to Die; Regie: David Lowell Rich) spielte sie an der Seite von Weltstar Kirk Douglas, allerdings in einer sehr kleinen Rolle; der Film wurde ein Flop. Mit ihren glatten, langen schwarzen Haaren und ihrem wenig geschminkten, natürlich wirkenden Gesicht galt Ali MacGraw Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre in den USA als neuer Typ des „unverbrauchten College-Girls“. 1969] wurde sie durch ihre Rolle in der Komödie Goodbye, Columbus (Regie: Larry Peerce) einem größeren Publikum bekannt. Im gleichen Jahr heiratete sie den Filmproduzenten Robert Evans, der sie mit dem Film Love Story (Regie: Arthur Hiller) 1970 zum Star aufbaute. In der Folge erhielt sie Auszeichnungen als schlechteste Schauspielerin (Harvard Lampoon's Worst Actress of the Year, 1970 und 1972), gewann aber auch einen Golden Globe Award (von insgesamt drei in ihrer Karriere) und wurde für einen Oscar nominiert. Nach ihrer Scheidung 1972 von Robert Evans, mit dem sie den Sohn Josh Evans hat, heiratete sie 1973 Steve McQueen, ihren Co-Star in Sam Peckinpahs Film Getaway (The Getaway) (1972). 1978 wurde die turbulente Ehe wieder geschieden. Im gleichen Jahr spielte sie an der Seite von Kris Kristofferson die weibliche Hauptrolle in Convoy (Regie: Sam Peckinpah). 1979 folgte das wenig erfolgreiche Tennis-Opus Spiel mit der Liebe (The Players; Regie: Anthony Harvey) mit u.a. Maximilian Schell und ein Jahr später der Flop Sag mir, was du willst (Just Tell Me What You Want; Regie: Sidney Lumet) mit Altstar Myrna Loy. Damit war Ali MacGraws Filmkarriere in Hollywood beendet. Im Fernsehen blieb sie allerdings präsent und spielte Haupt- und Nebenrollen vor allem in Thrillern, aber auch in Serien. 1985 war MacGraw für eine Staffel in der Fernsehserie Der Denver-Clan als Lady Ashley Mitchell zu sehen. Ihre Hoffnung auf eine Fortsetzung der Rolle auch in der nächsten Staffel wurden von Aaron Spelling zu nichte gemacht, sie musste in der Erfolgsserie den Serientod sterben. 1993 spielte sie Uncle Jane Merkel in dem Rauchende Colts-Remake Rauchende Colts - Er ist das Gesetz (Gunsmoke: The Long Ride) neben Matt Dillon James Arness und James Brolin. 2001 tauchte sie wieder in einem Kinofilm auf und hatte einen bizarren Auftritt in einer Regiearbeit ihres Sohnes Josua Evans: Glam, gedacht als Satire auf den Hollywood-Betrieb, wurde von der Kritik verrissen und gilt als besonders schlechtes Beispiel für Trash. 1991 wurde sie von der Zeitschrift People in eine Liste der 50 schönsten Menschen weltweit aufgenommen. In den 1980er Jahren war MacGraw nicht nur beruflich, sondern auch privat abgestürzt: Sie konsumierte im Übermaß Alkohol und Kokain und machte durch zahllose Liebesaffären von sich reden. Nach einem Aufenthalt im bekannten Betty Ford Center für Suchtkranke fing sie sich wieder und lebte als Innenarchitektin in Malibu, wo sie Häuser ihrer ehemaligen Kollegen beim Film, u.a. das von Nick Nolte und Faye Dunaway, neu gestaltete. Während dieser Zeit lebte sie in einer Hütte am Strand. Sie verfasste ihre Autobiografie Moving Pictures, in der sie offen über ihre Suchtprobleme und ihre Promiskuität schrieb. Später wandte sie sich der Esoterik und dem Yoga zu und veröffentlichte 1994 gemeinsam mit dem bekannten Yogalehrer Erich Schiffmann aus Santa Monica erfolgreich ein Video. Heute lebt Ali MacGraw meist zurückgezogen in New Mexico.

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