Nelly Furtado

02.12.1978



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Nelly Furtado ist eine portugiesisch-kanadische Sängerin, Songwriterin und Musikerin. Bei einem Aufenthalt in Toronto im Sommer 1995 lernte Nelly Furtado den Hip-Hopper Tallis Newkirk von der Gruppe Crazy Cheese kennen. Newkirk war von Furtados musikalischen Fähigkeiten so überzeugt, dass er sie an den Aufnahmen für das neue Album der Gruppe, Join The Ranks, mitwirken ließ. Nelly Furtado steuerte dabei den Gesang zum Titel Waitin' 4 the Streets bei. Während sie in Toronto lebte, schrieb Nelly Furtado Songs, nahm Demobänder auf und absolvierte mit dem Trip-Hop-Duo Nelstar, das sie mit ihrer alten Bekanntschaft Newkirk gebildet hatte, Auftritte in verschiedenen Clubs. Zwar stieg das Interesse an Nelstar mit der Zeit, aber Furtado fühlte sich mit dem musikalischen Stil der Gruppe immer weniger verbunden, so dass Nelstar nach wenigen Monaten wieder zerbrach. Noch vor ihrer zwischenzeitlichen Heimkehr nach Victoria hatte Nelly Furtado in Toronto am Honey Jam, einer Talentshow für R&B- und Hip-Hop-Acts, teilgenommen. Der Auftritt der damals 18-Jährigen ließ Gerald Eaton und Brian West von der Soul-Pop-Band The Philospher Kings, die unter dem Namen Track & Field auch als Produzenten tätig waren, auf Furtado aufmerksam werden. Nachdem Nelly Furtado 1999 im Alter von 20 Jahren abermals nach Toronto zog, stellte sie den Kontakt zu Eaton und West wieder her. Zusammen mit den beiden Produzenten, die sie behutsam für die Karriere vorbereiteten, schrieb Furtado einige Songs, die zum Teil auf ihr Debütalbum veröffentlicht wurden, und nahm schließlich ein Demoband auf, das an das Label DreamWorks geschickt wurde. Die Aufnahmen überzeugten die Verantwortlichen und so erhielt sie in diesem Jahr ihren ersten Plattenvertrag. Schon im Jahr 1999 wurde mit Party's Just Begun (Again) Nelly Furtados erster Song veröffentlicht, jedoch nur auf dem Soundtrack zum Kinofilm Brokedown Palace. 2000 folgten unter anderem ein Artikel in der Zeitschrift Vanity Fair und ein Auftritt in Jay Lenos Tonight Show. Im Oktober erschien das von Track & Field produzierte Debütalbum Whoa, Nelly!, das Pop, Hip-Hop und Folk vereinte. Das Album blieb zunächst weitgehend unbeachtet, doch die Verkaufszahlen wurden im Zuge von Nelly Furtados stetig steigenden Bekanntheitsgrad durch Auftritte im Rahmen der Burn In The Spotlight-Tour im Frühjahr 2001 und als Supporting-Act für Mobys Area:One-Tour sowie den Erfolg der Singleauskopplungen I'm Like a Bird und Turn Off The Light deutlich beflügelt. In zahlreichen Ländern erzielte die Platte schließlich Gold- und Platin-Status. Nelly Furtado hatte zudem die Aufmerksamkeit einiger etablierter Künstler geweckt, so dass es in der Folge zu einigen Kollaborationen mit diesen kam. Furtados Auftakterfolg wurde 2002 mit vier Grammy-Nominierungen und dem Grammy für I'm Like A Bird ausgezeichnet. Wäre ihr Debüt Whoa, Nelly! gefloppt, hätte Furtado ein Studium begonnen und Musik nur noch nebenbei machen wollen. Im Herbst 2002 begann Nelly Furtado mit den Aufnahmen zu ihrem zweiten Album. Die Arbeit verzögerte sich durch die Schwangerschaft, so dass erst im November 2003, rund 2 Monate nach der Geburt ihrer Tochter Nevis, das Album Folklore erschien. Obwohl sich die neuen Lieder früheren Themen, wie zum Beispiel der Selbstsicherheit anschlossen, so waren sie aus musikalischer Sicht nicht mit den radiotauglichen Popsongs des Vorgängers vergleichbar. Die Reaktion auf das Album mit seinen überwiegend melancholischen und recht schwerfälligen Titeln fiel dann auch verhalten aus, so dass Folklore deutlich hinter dem Erfolg des Debüts zurück blieb. In den USA erreichten die Verkaufszahlen nur etwa ein Viertel von Whoa, Nelly!. Im Gegensatz dazu verhalf es Nelly Furtado in Deutschland zum endgültigen Durchbruch. Zudem konnte sie sich mit den Singles Powerless (Say What You Want) und Força, dem offiziellen Titelsong zur Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal, den Furtado vor dem Finale in Lissabon sang, in den deutschen Top Ten platzieren. In der Folge zog sich Furtado für knapp zwei Jahre weitgehend ins Privatleben zurück und widmete sich vorrangig der Erziehung ihrer Tochter. Ihr drittes Album sollte einen neuen Stil erhalten und so wurden im Vorfeld die alten Strukturen abgelöst: Furtado hatte sich von ihren Produzenten Track & Field getrennt und ihre alte Plattenfirma existierte nicht mehr, so dass sie nun beim Label Geffen Records unter Vertrag stand. Nachdem sie sich vergeblich an einige andere Produzenten gewandt hatte, wurde sie sich mit Timbaland einig, den sie bereits seit 2001 durch die gemeinsame Arbeit am Get Ur Freak On-Remix mit Missy Elliot kannte. Ursprünglich wollte sie nur einen einzigen Titel mit ihm aufnehmen, doch die Zusammenarbeit verlief so gut, dass zahlreiche neue Songs für ihr kommendes Album entstanden. Dies schlug sich auch im neuen Stil Furtados nieder, bei dem R&B und Hip-Hop nun im Vordergrund standen (die vorherigen Alben waren eher der Popmusik und dem Folk zuzuordnen). Nelly Furtado bezeichnete diesen neuen Stil als „Punk-Hop“. Am 9. Juni 2006 erschien ihr drittes und bis heute erfolgreichstes Album Loose, das in zahlreichen Ländern auf Platz eins der Album-Charts stürmte, was ihr zuvor weder mit Whoa, Nelly! noch mit Folklore gelungen war. Die ersten beiden Singles Promiscuous und Maneater avancierten zu großen internationalen Erfolgen: Nelly Furtado gelang es erstmals die Spitze der amerikanischen Billboard Hot 100 zu erreichen und auch in Kanada belegte sie mit Promiscuous zum ersten Mal seit I’m Like a Bird den ersten Platz der nationalen Single-Charts. Zugleich wurde aber auch deutlich, dass Furtado ihr Image spürbar geändert hatte: In den neuen Videos gab sie sich deutlich lasziver und freizügiger als bislang gewohnt, was bei Fans und Medien nur teils auf Zustimmung stieß (ihr wurde vorgeworfen, ihren Körper für den Erfolg zu verkaufen). Während in Nordamerika Say It Right erschien, wurde in Europa der Song All Good Things (Come to an End), den Furtado zusammen mit Coldplay-Sänger Chris Martin geschrieben hatte, im November 2006 als dritte Single veröffentlicht. Für den deutschsprachigen Raum wurde die Ballade mit Rea Garvey von der Band Reamonn, den Nelly Furtado wenige Monate zuvor bei Rock am Ring kennen gelernt hatte, neu aufgenommen, wobei Garvey den Gesangspart von Chris Martin übernahm (dessen Stimme war auf Drängen seiner Plattenfirma EMI von der endgültigen Version des Songs entfernt worden). All Good Things (Come to an End) belegte sechs Wochen lang die Spitze der Deutschen Single-Charts und ist damit der bisher erfolgreichste Song der Kanadierin in Deutschland. Auch anderweitig sorgte die Sängerin für Schlagzeilen: Im November 2006 bot der Playboy 500.000 US-Dollar für Nacktaufnahmen Furtados, sie lehnte das Angebot jedoch ab. Am 2. März 2007 erschien Say It Right auch in Deutschland und anschließend im restlichen Europa. Mit weltweit knapp sieben Millionen verkauften Einheiten ist es der bis heute erfolgreichste Song der Kanadierin und ihrer Plattenfirma, Geffen Records. Aufgrund des enormen kommerziellen Erfolges Furtados erklärten Vertreter ihrer Heimatstadt Victoria im Rahmen eines Besuches der Sängerin im Frühjahr 2007 den 21. März (Frühlingsanfang) zum alljährlichen "Nelly Furtado-Day". Im Juni 2007 gab die deutsche Jugendzeitschrift BRAVO bekannt, dass Nelly Furtado ihr nächstes Album auf Portugiesisch und Spanisch aufnehmen möchte, da sie sich laut eigenen Aussagen mit dieser Musik besser identifizieren kann. Der deutsche Musiksender VIVA behauptete darauf, dass Nelly Furtado mit ihrem durch ihr drittes Album entwickelten Vamp-Image nicht zufrieden sei. Nach Te Busqué und Do It wurde am 23. November 2007 mit In God's Hands die bereits siebte und letzte Single aus dem Erfolgsalbum Loose in Deutschland veröffentlicht.

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Paparazzi Bilder am Strand (2007)
Nelly Furtado - Paparazzi Bilder am Strand (2007)



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