Heike Drechsler

16.12.1964



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Heike Drechsler ist eine deutsche Leichtathletin, die 1992 und 2000 Olympiasiegerin im Weitsprung. 1983 wurde sie in Helsinki erstmals Weltmeisterin im Weitsprung. Die damals 18-Jährige war damit die jüngste Weitsprungweltmeisterin aller Zeiten und wurde in der DDR zur gefeierten Sportlerin. 1986 wurde sie wie viele andere Leistungsträger Abgeordnete in der Volkskammer. Von 1986 bis 1998 holte sie bei jeder Leichtathletik-Europameisterschaft die Goldmedaille im Weitsprung. Daneben hatte sie auch Erfolge im Sprint. So gewann sie 1986 EM-Gold im 200-Meter-Lauf, 1987 WM-Silber über 100 m und 1988 bei den Olympischen Spielen Bronze über 100 m und 200 m. 1990 holte sie über 200 m EM-Silber. Nachdem sie in Seoul 1988 die Silbermedaille geholt hatte, wurde sie 1992 in Barcelona erstmals Weitsprung-Olympiasiegerin und 1993 wieder Weltmeisterin. Ihr zweites olympisches Gold gewann sie 2000 in Sydney. Neben dem Weitsprung und den Sprintstrecken betrieb Heike Drechsler auch erfolgreich den Siebenkampf. 1994 erreichte sie im französischen Talence ihre Bestmarke und zugleich eine Weltjahresbestleistung von 6741 Punkten (13,34/-0,3 - 1,84 - 13,58 - 22,84/-1,1 - 6,95/1,0 - 40,64 - 2:11,53). Dies war ihr erster offizieller Mehrkampf nach 13 Jahren. 1981 hatte sie bei ihrem letzten Siebenkampf einen Junioren-Weltrekord mit 5891 Punkten aufgestellt. 1986 war sie DDR-Sportlerin des Jahres und 2000 Sportlerin des Jahres in der neuen Bundesrepublik. 1998 wurde sie mit dem Bambi ausgezeichnet. Zahlreiche Webseiten behaupten, dass Heike Drechsler 1999 zur "Leichtathletin des Jahrhunderts" gewählt worden sei; dies ist jedoch nicht ganz korrekt: sie war zwar auf der "shortlist", gewählt wurde aber Fanny Blankers-Koen. Von den Lesern und den Experten der nationalen Fachzeitschrift "Leichtathletik" wurde sie zur "Welt-Leichtathletin des Jahrhunderts" ernannt und vom renommierten Magazin "Track & Field" zur "Weitspringerin des Jahrhunderts" gewählt. Heike Drechslers Ziel war ursprünglich, ihre Karriere mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2004 in Athen zu beenden, doch nach Formproblemen in der Qualifikation zog sie ihre Teilnahme zurück. Am 12. September 2004 trat sie ein letztes Mal beim ISTAF in Berlin an und wurde vor über 60.000 Zuschauern vom aktiven Sport verabschiedet. Am 6. Mai 2005 wurde das feierliche Ende ihrer Karriere in Gera begangen. Dabei wurde sie zur Ehrenbürgerin der Stadt ernannt. Zur Zeit ist sie Sportexpertin für Leichtathletik beim Sportsender Eurosport. Während der Weltmeisterschaft 2005 in Helsinki wurde Heike Drechsler mit einem Fair-Play-Preis geehrt. Heike Drechsler startete bis 1990 für den SC Motor Jena, von 1991 bis 1994 für den TuS Jena, 1995 und 1996 für den LAC Chemnitz, 1997 und 1998 für den Erfurter LAC, 1999 und 2000 für ABC Ludwigshafen und ab 2001 für den Karlsruher SC. Ihre Trainer waren Peter Hein, Erich Drechsler und Alain Blondel). In ihrer aktiven Zeit wog sie 70 kg bei einer Größe von 1,81 Meter..

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